· 

Was ich vor meiner Herz Operation gerne gewusst hätte

Bild: mentalLOVE Blog - Was ich vor meiner Herz Operation gerne gewusst hätte

 

Am 14.September 2022 hatte ich eine Herz-Operation. Yep - mit 35. Bei einer Vorsorgeuntersuchung wurde ein 2,5cm großes Loch in den Vorhöfen entdeckt. Babys haben so ein Loch, das dann zuwächst - oder auch nicht, wie bei mir. Demnach war das Jahr 2022 für mich eine kleine Achterbahnfahrt. Einerseits hatte ich viele Arzt-Termine und allermöglichen Check-ups in Vorbereitung auf die Operation. Andererseits kam gerade mein erster Roman raus, was sehr aufregend war. 

Ich möchte dir gerne erzählen, was ich gerne vorher gewusst hätte und was mir persönlich geholfen hat bei dieser gesundheitlichen Herausforderung.

Der Körper ist ein Wunder

Es war eine komplette Vollbremsung für den Körper. Ich konnte mich nach der OP zwar bewegen, aber mich nicht sofort selbst aufsetzen oder gar aufstehen. Kurze Zeit war ich eine halbe Maschine. Ein paar Tage später konnte ich nur mit Rollator gehen und das in Zeitlupentempo. Tage später ging es schon wieder ohne Rollator. Der Körper ist ein absolutes Wunder und unterstützt dich mit seinen Selbstheilungskräften in einem Tempo, das mich immer wieder überrascht hat. 

Betreuung und Coachings vorher und nachher

Sobald ich bei der Voruntersuchung davon erfahren hatte - hab ich mir Termine bei meinen eigenen Coaches ausgemacht, um meinen Heilungsprozess so gut wie möglich zu unterstützen. Ich hatte Coachings vor der OP - wurde während der OP energetisch betreut (daran mag man glauben oder nicht - mir hat's geholfen) - und hatte auch nach der OP eine mentale Betreuung. Ich bin mir ganz sicher, dass dadurch mein Körper und mein ganzes System sehr schnell genesen konnte.  

Was es mit Partner, Familie und Freunden macht

Mir war nicht bewusst, dass die Operation auch für Partner, Familie und Freunde eine emotionale Herausforderung sein kann. Es war ja etwas, da durfte ich persönlich durch, also war mein Fokus auch ehrlichgesagt bei mir selbst. Doch als ich dann aus dem Krankenhaus Videotelefonierte und in die entsetzten Gesichter meiner Familie sah und Wochen später meine Mama zu mir sagte "Susi, wir haben schon einen gscheidten Schock!" - wurde es mir klar. Ich hab sie daraufhin auf Coaches verwiesen, mit denen sie das bitte selbst aufarbeiten.

Ein wichtiger Punkt in diesem Moment als Patient nochmal bewusst darauf hinweisen: Ich kümmere mich jetzt mal nur um mich selbst.

Die Wirkung von mentalem Training

Es gibt so viele geniale mentale Übungen, die ich bewusst immer wieder angewendet habe. Vor und nach der Operation. Und ich war so froh über alles was ich weiß und kann! Dass ich die Übungen im Krankenhaus schon parat hatte und einfach nur machen konnte. Als ich mich kaum bewegen konnte, hab ich immer wieder meditiert, mich mit Mutter Erde verbunden, mir alle Helferlein hergeholt die mich unterstützen, mir vorgestellt mein Körper ist schon ganz gesund bis in jede Zelle. Ich hab mir meine Handflächen genau an den Stellen massiert wo Herz und Lunge zu finden sind. Ich hab meine Hände auf mein Herz gelegt und mir vorgestellt, es bekommt alles was es braucht.

Ich hab bewusst Zeitungen mit schrecklichen Nachrichten weggelegt und die Schwestern und Pfleger nach positiven Magazinen gefragt. Das einzige Magazin in der Art, das sie hatten war von ServusTV. Das hab ich 2 Tage lang rauf und runtergelesen. Und dann hab ich die Pfleger und Schwestern reden gehört: "Schau mal, sie meditiert schon wieder! Das scheint ja zu funktionieren, ihre Werte sind nämlich super!" :)

Manchmal kommen dir womöglich die Tränen

Es kann eine emotionale Achterbahnfahrt sein - zumindest sind mir persönlich nach der Operation immer mal wieder die Tränen gekommen. Ja, es macht etwas mit einem, wenn das Herz aufgeschnitten wird. Daher hab ich mir eine einzige Erinnerung auf mein Handy gespeichert: was tut meinem Herz gut? 

Etwas, das in Wahrheit immer eine Rolle spielen sollte und nach einer Herz Operation ganz besonders: mach das, was dir und deinem Herzen so richtig gut tut. Wen triffst du dann? Was wünscht sich dein Körper? Was wünscht sich deine Seele? An welchem Ort möchtest du sein? Was möchtest du essen? 

Ein Tipp ist auf jeden Fall alle anderen größeren Herausforderungen schon vor der OP zu meistern, damit du Zeit und Muße hast dich ein paar Monate zu entspannen. 

Panikattacken sind nach der OP möglich

Meine Panikattacken nach der Operation haben mich etwas überrascht - eine davon endete mit einem Hubschrauberflug ins Krankenhaus. Mir wurde von einem Chirurgen erzählt, dass das durch die Herz-Lungen-Maschine ausgelöst werden kann. Ich hatte starke Atemnot und mein gesamter Brustbereich hatte sich angespannt. Da ich zuvor nie eine Panikattacke hatte, hatte ich mich auch nie damit beschäftigt und wusste auch nicht was zu tun war. Aus heutiger Sicht hätte ich in aller Ruhe Atemübungen gemacht.

4 Sekunden einatmen - 8 Sekunden ausatmen. 

Rückblickend wurden sie ausgelöst, weil ich keine Ruhe gegeben hab. Ich hab mit jemandem ein Training gemacht, einfach weil ich viel Energie hatte und geglaubt hab das geht schon. Ich dachte ich kann mich gleich wieder mit Leuten treffen und in meinem gewohnten Tempo meinen Tag verbringen. Das absurde war schließlich, dass mein Körper alle möglichen Bewegungen schon konnte, nur mein Herz einen höheren Puls hatte, den ich aber nicht so wahrgenommen hab. Erst mit der Pulsuhr wurde mir das bewusst. 

Ich denke also, Panikattacken sind absolut vermeidbar, wenn man sein Tempo und seine Aktivitäten nach der OP ein paar Monate wirklich von 100 auf 10 drosselt.

Ich hab eine Woche lang Zeitlupentempo ausprobiert und das hat mir wirklich sehr gut getan. Schon mal nur 10min in Zeitlupentempo probiert? Ich lade dich herzlich dazu ein. Eine spannende und super entschleunigende Erfahrung. :)  

Was eine Ruhe geben wirklich bedeutet

Eine Ruhe geben heißt wirklich mal nichts bzw. sehr sehr wenig zu tun.

In Zeitlupe im Wald spazieren. Ein Puzzle bauen. Einfach nur mal sitzen und schauen. Ein Buch lesen. Musik hören. Kuscheln. Die Lieblingsserie ansehen. Sich bekochen lassen oder Essen bestellen. Der Körper zeigt es einem sofort. Und das Herz auch.

Lachen erlaubt!

In meiner Vorstellung wusste ich ehrlichgesagt nicht, ob ich mit all diesen Nähten lachen darf. Nachdem ich am 4ten Tag endlich eine Schwester danach fragte, folgten daraufhin viele zurückgehaltene Lachflashes mit dem gesamten Ärzte-Team. :)

Dazu darf ich sagen, dass meine größte Narbe ca. 5cm unter der Brust sind und mein Brustbein nicht aufgeschnitten werden musste. Da hab ich schon Geschichten gehört, dass durch einen Nieser die Nähte wieder aufgegangen sind. Aber auch hier: einfach bei den Ärtzen nachfragen.

Kommunikation der Ärzte

Es gibt ganz unterschiedliche Ärzte - die einen sind empathisch, können nachempfinden wie es dir geht und reden dir gut zu - die anderen untersuchen dich beim Herz-Ultraschall schon 10min lang ohne etwas zu sagen und reden dann nur mit ihrem Diktiergerät. Am besten vorher klären, wann die Befunde besprochen werden. Ich habe ganz großartige Ärzte kennengelernt und auch solche, die dich eben nur als Maschine sehen. 

Visite nutzen

Im Krankenhaus gibt's 1x eine Visite vom Chefarzt, der nach den Patienten sieht, Werte überprüft und dich fragt, ob alles in Ordnung ist. Hier ist der beste Zeitpunkt dafür, zu sagen was du dir wünschst und was du wissen möchtest. Wie sind meine Werte? Wie ist meine Lungenfunktion? Könnte ich bitte einen Termin bei der Physiotherapeutin bekommen? Könnte ich bitte ein anderes Essen bekommen? Gibt's einen Masseur im Haus? Kann ich ein Gerät haben, damit sich meine Lungenfunktion verbessert? Wenn man noch nie im Krankenhaus war - so wie ich - weiß man diese Dinge vielleicht nicht. 

Zusatzversicherung

Meine Kranken-Zusatzversicherung war in diesem Fall echt Gold wert. Ich war in einem 2-Bett-Zimmer statt in einem 6-Bett-Zimmer untergebracht und die ersten paar Tage sogar ganz allein. So konnte ich mich in aller Ruhe erholen.

Der Körper speichert alles

Ich hab mir vorher und nachher Termine beim Heilmasseur und meiner Lieblings-Shiatsu-Tuina-Masseurin ausgemacht. Die wissen, was der Körper gerade braucht und wie alles wieder in den Fluss kommt. Das hätte ich schon im Krankenhaus gebraucht, weil vor allem der Nacken und die Schultern von den Betten dort total verspannt waren. Eine Schwester hat mir mal die Füße massiert, das war unglaublich herrlich. 

Außerdem dürfen wir daran denken, dass der Körper schließlich auch unter Schock steht. Du schläfst zwar quasi während der Operation, aber der Körper bekommt das alles mit, dass er aufgeschnitten wird usw. Dieser Schock darf verarbeitet werden mit allem was deinem Körper gut tut. Massagen, Shiatsu, Craniosacral-Behandlungen, energetischen Sitzungen, achtsame Bewegungen, Qi Gong...alles, was den Körper wieder in den Flow bringt. 

Verheilte Narben jeden Tag massieren

Nachdem die Narben ganz verheilt sind, soll man sie massieren, damit die Haut und das Gewebe richtig zusammenwachsen. Wenn es sich nämlich mit dem unteren Gewebe verklebt, kann es bis zu 20cm in andere Körperregionen ausstrahlen - hat mir mein Heilmasseur erklärt. Dazu kann man ein gutes Narbenöl verwenden.  

Gewicht

Ich persönlich hab 6kg abgenommen - was bei meinem durchschnittlichen Gewicht von 54kg nicht so prickelnd war. Gut ist dann zu wissen, was der Körper braucht und wie man auf gesunde Art und Weise zunimmt. 

Gute Energie und Kraft schicken lassen

Ich hab bewusst an all meine Lieben kommuniziert, dass sie mir bitte Kraft und Energie schicken sollen. Somit war ich von allen Seiten mit vielen positiven Gedanken eingebettet und hab es auch gespürt wie ich mit allem versorgt werde was ich brauche. In Wahrheit kann das jeder. Du brauchst keine Energetikerin zu sein, um dir vorzustellen, dass jemand der dir nahe steht gerade alles bekommt was er braucht. 

Auch die Lunge darf sich wieder erholen

Nach einer Herz-OP dürfen sich das Herz UND die Lunge erholen. Dafür gibt's viele Atemtechniken, Lungentrainer und Geräte mit denen man die Lungenfunktion messen kann. Den Organen Zeit geben - alles wird sich wieder normalisieren oder sogar noch besser als vorher. 

Reha ist sehr zu empfehlen

Die Reha findet nicht gleich nach dem Krankenhaus-Aufenthalt statt, sondern erst ca. 2 Monate später. Das hat auch einen guten Grund, denn so sind alle Wunden und Narben gut verheilt und man kann das gesamte Sportangebot inklusive Schwimmen gehen nutzen. Hier wird der Körper wieder so richtig aktiviert und man weiß seine eigenen Grenzen wieder. Nach der Reha sportlich dranzubleiben hat mir persönlich sehr gut getan. Ich hab 4 Monate lang regelmäßig trainiert und bin jetzt fitter als vorher der OP. 

Der Puls braucht seine Zeit um sich einzupendeln

Ich hatte länger einen Ruhepuls von 70-80 und war bei jeglicher Anstrengung sofort stark erhöht - es hat echt ein paar Monate gedauert, bis sich der Ruhepuls wieder auf unter 60 eingependelt hat. Dabei darf ich sagen, dass mein Herz ja bis vor der OP immer 120% gegeben hat und sich jetzt endlich auch physisch entspannen durfte. Es kann einem echt lange vorkommen, aber ein Arzt hat mir gesagt es kann bis zu 6 Monate dauern, dass sich der Puls wieder normalisiert.

Eine ganzheitliche Medizin

Mein Körper war kurz eine Maschine und ich bin begeistert, was die heutige Medizin alles kann. Gleichzeitig bin ich ein großer Fan von einem ganzheitlichen Ansatz. Es braucht beides: die Schulmedizin UND die alternative Medizin, denn sie ergänzen sich so großartig. So war für mich eine schnelle Genesung möglich. Ich bin dankbar für den Herzchirurgen und das gesamte Team, das mich operiert und betreut hat. Genauso bin ich dankbar für alle Coaches, Übungen, Bücher wie z.B. von Jaques Martel - mein Körperbarometer der Seele - hier durfte ich den größeren Sinn erfahren. Was darf ich gerade lernen? Warum betrifft es gerade das Herz? Jedes Organ hat schließlich eine andere Bedeutung.

Ich wünsch mir eine Medizin in der zuallererst mal gefragt wird: Wie geht's dir wirklich? Welche Gefühle bestimmen gerade deinen Alltag? Seit wann hast du dieses Symptom und was war da genau? Was ist gerade dein innerster Wunsch? Das wäre eine Medizin für mich in der so viel mehr und wesentlich schnellere Heilungsprozess möglich sind. 

Den Krankenhaus- und Reha-Aufenthalt verschönern

Ich hatte meine Kopfhörer mit und hab in der Nacht Meditationen gehört, um besser (ein)-schlafen zu können. Normalerweise schlaf ich nicht auf dem Rücken, doch eine Zeit nach der OP ging es eben nur so. Das hätt ich im Vorhinein schon geübt: wie man auf dem Rücken schläft

 

Ein absolutes Highlight war das erste Mal wieder alleine duschen und Haare waschen zu können. Sich bewusst der eigenen Körperpflege widmen, Beine rasieren auch wenn es vieeel länger dauert als gewohnt, sich dezent schminken, nur für einen selbst.

 

Ich hab jeden Schlauch, jedes Pflaster, jeden Draht - alles was mir dir Schwestern und Ärzte Schritt für Schritt entfernt haben, sowas von gefeiert! "

YES!!!" hab ich jedes Mal freudestrahlend gerufen und alle haben sich mit mir mitgefreut. Denn jeder kleine Schritt darf gefeiert werden und das tut richtig gut. 

 

Im Nachhinein hätt ich schon vorher das Krankenzimmer mit ein paar Blumen geschmückt, mir meine eigene Kuscheldecke mitgebracht, meinen eigenen Bademantel - alles was mir ein wohliges Gefühl beschert. Das können z.B. ein paar Lieblingsbilder in Bilderrahmen sein, die man sich aufstellt. Schöne Erinnerungen sind Gold wert. 

 

Ich hoffe, ich konnte dir etwas Einblick und ein paar Aha-Erlebnisse bescheren, die du vielleicht für dich selbst oder jemanden in deinem Umfeld nutzen kannst. 

 

Alles Liebe, 

Susi

 

PS: Du stehst selbst gerade vor einer Operation oder jemand den du kennst braucht mentale Unterstützung? Melde dich gerne bei mir unter susi@mentallove.at

 

Jetzt verrate mir: Was waren deine Aha-Erlebnisse und möchtest du noch etwas wissen?

 

finde deine wahre Liebe! ;)

 

deine

Susi

 


Hier geht's zum kostenlosen Mini-Kurs 

In 10 Tagen zu deinem Date



Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Copyright © 2015-2024

mentalLOVE e.U.

DI Bartmann-Enigl Susanne

susi@mentallove.at

+43 664 55 197 55

+43 680 1411782 (Whatsapp)

 

Susi Bartmann-Enigl ist wahre Liebe Coach und beschäftigt sich mit Beziehungen seitdem sie mit 15 allein in den USA war. Ihre eigene große Liebe lernte sie 2013 bei einem Event kennen und hat seitdem eine Mission: mehr Liebe in die Welt zu bringen und für mehr glückliche Pärchen zu sorgen. :) Ihre Trainings zeichnen sich aus durch ihre intuitive, empathische Art, ihre eigenen Datingerfahrungen und viele unterschiedlichste Ausbildungen aus denen sie die besten mentalen & aktiven

Techniken entwickelt hat.



Bild: mentalLOVE - der neue Liebesroman von wahre Liebe Coach Susi Bartmann: "der Liebesarchitekt"

Mein Roman "der Liebesarchitekt - ein etwas anderer Datingcoach

ist im Mai 2022 bei BuchschmiedeMorawaAmazon und Thalia erschienen. :) 

Mach den ersten Schritt und hol dir meinen kostenlosen Mini-Kurs

in 10 Tagen zu deinem Date