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Warum ich KEIN Smartphone besitze

Bild: mentalLOVE Blog Warum ich kein Smartphone besitze

Heute muss ich euch ein Geständnis machen: Ich besitze kein Smartphone. Und zwar ganz bewusst. Das mag dich jetzt schockieren, denn immerhin hat mittlerweile fast JEDER ein Smartphone. In diesem Artikel geht es darum, warum ich es genieße kein Smartphone zu besitzen...

Vielleicht denkst du dir jetzt "die spinnt doch" und schüttelst den Kopf. Ich muss an dieser Stelle zugeben, dass ich ein IPad besitze und wenn ich mal unterwegs bin und Internet brauche, nehme ich es einfach mit. Das Gute daran: Wenn ich mal nicht verbunden sein möchte - weder mit E-mail, Facebook, Whatsapp, Snapchat noch mit anderen Nachrichten, oder alleine der Möglichkeit ins Internet zu gehen und schnell etwas nachzusehen, nehme ich das IPad einfach NICHT mit. Ich finde das super. Mein Handy ist ein simples, aufschiebbares Handy, mit dem man Sms schreiben und Telefonieren kann. Mehr brauche ich auch nicht. Wenn ich mich mit Freunden treffe, haben sie meine volle Aufmerksamkeit, weil ich das Handy auf lautlos schalte und mich E-mails nicht erreichen.

 

Gründe, warum ich KEIN Smartphone habe...

  • ich möchte selbst überlegen und mein Gehirn auf Trabb halten

Kennst du die Situation, in der dir gerade etwas Bestimmtes nicht einfällt (wie die Stimme eines Schauspielers, der Titel zu einem Song oder der Name von dem gemütlichen Caféhaus,...)? Ich möchte dann einfach selbst darüber nachdenken und draufkommen statt einfach im Internet nachzusehen. Wenn es mein Gehirn schon einmal gewusst hat und es mir gerade nicht einfällt, muss es halt noch etwas suchen.... Es passiert dann doch so oft, dass dir eine Information erst Stunden später oder am Abend einfällt.

 

  • ich lerne neue Leute kennen

Ich sitze in der U-Bahn und starre nicht auf mein Smartphone und spiele unnötige Spiele, sondern sehe mir die Umgebung und die Menschen an. Ich lächle sie an, ich mach ihnen Komplimente, ich unterhalte mich kurz wenn es mich freut. Das alles würde ich nicht mal wahrnehmen, wenn mein Blick nach unten fixiert in einen kleinen Bildschirm wandert.

Außerdem ist mein Orientierungssinn absolut schlecht und es passiert schnell, dass ich mal den richtigen Weg nicht weiß. Das Gute daran: Ich frage einfach nach dem Weg. Ja, du hast richtig gehört. Dadurch kannst du wirklich nette Leute kennenlernen...:)

 

  • ich kann mal in Ruhe abschalten, wenn ich unterwegs bin

Ich fahre oft öffentlich, hab meine Kopfhörer drin und höre interessante Podcasts, Hörbücher oder einfach nur Musik und genieße es abzuschalten. Wien ist so eine schöne Stadt mit ihrer alten und neuen Architektur, den Parks und Aussichten. Das alles kann ich am besten genießen, wenn ich aufmerksam bin.

 

 

Natürlich hat ein Smartphone auch viele Vorteile, keine Frage. :)

 

Meine Zwickmühle: ein Smartphone zu Weihnachten

Völlig unerwartet, hab ich ein Smartphone zu Weihnachten geschenkt bekommen. Damit hab ich nun wirklich nicht gerechnet. Der Hintergrund: ich soll doch bitte endlich in die Familien-Whatsapp-Gruppe einsteigen. Da wird nämlich (täglich) hineingepostet, was alle so machen und wo sie unterwegs sind. Einerseits verlockend, andererseits will ich mich weiterhin weigern. Alleine die Möglichkeit dann von überall E-mails checken zu können, jagt mir etwas Angst ein. Ich denke vor allem als Unternehmer ist es wichtig von der Arbeit Abstand zu nehmen. Und so sehr ich es auch liebe den Singles unter die Arme zu greifen, Single-Workshops zu organisieren und Trainingsprogramme zu gestalten, ich brauche auch mal meine bewussten Pausen.

Somit liegt das Geschenk seither unbenützt und unverpackt auf meinem Schreibtisch. Ich hab mich noch nicht entschieden.

 

Aber wenn es eine Situation gibt, in der ich mir zu 100% sicher bin, es niemals zu aktivieren, dann ist es die, wenn ich eine Gruppe von Freunden sehe, die gemeinsam an einem Tisch sitzen und alle in ihr Smartphone sehen.....

 

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Update und Kompromiss seit September 2017: ein Smartphone, das ich nur für Fotos, Videos und die Familien-Whatsapp-Gruppe benutze. ;)

Ich hab weiterhin mein old-school Handy.

 

Jetzt verrate mir: Wie wäre es für dich mal 1 Woche lang KEIN Smartphone zu besitzen? ;)

 

finde deine wahre Liebe! ;)

 

deine

Susi

 


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Kommentare: 12
  • #1

    Steffi (Samstag, 26 März 2016 12:46)

    Super geschrieben und echt bewundernswert...ich halte wsl nicht mal einem Tag ohne Smartphone aus ..haha und ja mam sollte das wohl wirklich mal probieren eine Woche ohne auszukommen!

  • #2

    Susi (Dienstag, 29 März 2016 07:34)

    danke dir, Steffi :)

  • #3

    Edith (Dienstag, 05 April 2016 16:33)

    Liebe Steffi!
    Auch ich habe bewusst kein Smartphone! Besitze so ein altes Schiebedandy, mit dem ich telefoniere und selten SMS versende. Mein iMac ist mein Arbeitsinstrument, wird abends ausgeschaltet. Es ist furchtbar, wie abhängig sich die Leute mit den Geräten machen, besonders schlimm fand ich es in Kinos - wieso muss man da rein gehen, wenn man nur auf das Ding starrt! Ich gratuliere dir zum Entschluss gegen ein Smartphone zu sein! Früher wussten wir auch nicht, wo wir waren, es gab Landkarten, man sprach mit anderen, heute weiß keiner mehr, wo er ist, was er tun soll, ohne dem Ding! Wenn es einmal einen großen Ausfall geben sollte, die halbe Welt wird orientierungslos da stehen und nicht wissen, was sie tun sollen.
    Es ist ein Jammer, schade um all die Zeit, die mit solchen großteils unnötigen Nachrichten, Post`s, Bildern und was weiß ich noch alles, vertrödelt wird.... Und was haben wir dafür Zeit für das Leben!
    Servus aus Österreich!

  • #4

    Susi (Dienstag, 05 April 2016 16:47)

    Liebe Edith,
    Danke für dein Kommentar. Ich freue mich, dass wir da einer Meinung sind. :)

  • #5

    Johannes (Montag, 23 Mai 2016 12:56)

    Hi,
    das ist eine super Einstellung. Ich habe im letzten Jahr auch mal bewusst und freiwillig auf ein Smartphone verzichtet. Allerdings, habe ich dann irgendwann gemerkt, dass man von einem Smartphone auch profitieren kann, vor allem wenn man Selbstständig ist. Wenn man relativ viel unterwegs ist (z.B. Arbeitsweg), dann kann mal sehr viele Dinge (Kommentare beanworten, Beiträge teilen, E-Mails beantworten) erledigen. Für mich ist mein Smartphone ein Businesswerkzeug, ich erledige z.B. (fast) alle Facebook-Marketing-Dinge am Smartphone, immer dann, wenn ich gerade Zeit habe. Am Bahnsteig, in der Warteschlange (etc.)... Kurzum, man hat es selbst in der Hand, ob man mit dem Smartphone seine Zeit verschwendet oder davon profitiert ;-)

    Aber insgesamt eine sehr coole Einstellung :-)

  • #6

    Susi (Montag, 23 Mai 2016 13:13)

    Hallo Johannes,
    Danke dir. :) Da hast du natürlich Recht - es kommt immer darauf an, wie man es verwendet. Und als Businesswerkzeug ist es sicher hilfreich. :)

  • #7

    Christian Siegfried (Dienstag, 20 September 2016 17:20)

    "Wie wäre es für dich mal 1 Woche lang KEIN Smartphone zu besitzen? ;)"
    Hervorragend, denn ich habe NIE eines besessen und um das Kind beim Namen zu nennen, ich möchte auch keines besitzen!
    Denn auch wenn viele es nicht wahr haben wollen, aber das Leben geht auch ohne.
    Erinnert mich an "Momo" von Michael Ende, dort waren es die sog. grauen Herren bzw. die "Zeitsparkasse" ,heute Samsung und Co!
    Liebe Grüße
    C.

  • #8

    Susi (Dienstag, 20 September 2016 17:32)

    Hallo Christian,
    Find ich super, dass du das auch so siehst. :) Ich bin auch durchaus glücklich ohne Smartphone. Auch wenn das manche gar nicht glauben können.
    liebe Grüße,
    Susi

  • #9

    Ley (Dienstag, 24 Juli 2018 09:48)

    Ich dachte mir hier geht es darum, gar kein Handy zu besitzen. Aber du hast ja eines und ein IPad. Was ist jetzt so der große Verzicht? Komischer Artikel....

  • #10

    Susi Bartmann - mentalLOVE (Dienstag, 24 Juli 2018)

    Liebe Ley,
    Vielen Dank für dein Feedback. Ich hab den Artikel vor 2 Jahren geschrieben und damals hatte ich nur das IPad, das ich nur manchmal für Navigationszwecke mitgenommen habe.
    Ich hab noch immer mein old school Handy und ja, für Fotos und Videos benutze ich mittlerweile ein Smartphone.
    Was ich nicht mache, ist das Smartphone bei jeder noch so kleinen Pause rauszunehmen und im Internet zu surfen. Ich nehm es auch nicht immer mit, es liegt bei mir nicht am Tisch, wenn ich mich mit Familie und Freunden treffe. Da bin ich voll und ganz präsent. Und genau darum geht's mir: dass wir wieder mehr miteinander kommunizieren und nicht ständig in das Handy reinschauen.
    Mein Haupthandy ist also noch immer ein old school Handy. Deshalb lass ich den Artikel so wie er ist. :)
    Alles Liebe,
    Susi

  • #11

    Silke (Montag, 30 Juli 2018 11:35)

    Hallo liebe Susi!

    Ich finde deinen Artikel echt spannend und deine Einstellung zu diesem Thema bewundernswert.
    Mit meinen 20 Jahren fällt es mir teilweise richtig schwer, nicht alle paar Stunden auf mein Handy zu schaun. Es ärgert mich aber täglich wie viel Zeit ich damit verschwende und wenn ich Leute sehe, die ständig nur am Handy kleben, denke ich mir immer dass ich nicht so sein will. Am Liebsten würde ich auch so ein old school Handy besitzen, doch es gibt so Sachen wie die Familien-WhatsApp Gruppe, Kontakt zu den Studienkollegen oder Freunden, die mich bis jetzt immer davon abgehalten haben ...
    lg

  • #12

    Susi Bartmann - mentalLOVE (Montag, 30 Juli 2018 18:03)

    Hallo liebe Silke,
    Vielen Dank für das Lob und deinen Kommentar. :)
    Ich weiß was du meinst. Ich hab das dann auch so gelöst, dass mein old school Handy einfach mein Haupthandy ist und für so Dinge wie die Familien-Whatsapp-Gruppe, hab ich seit ca. 1/2 Jahr ein Smartphone. Diese Nummer haben nur vereinzelte Personen und ich sag auch, dass ich dort nicht unbedingt erreichbar bin - weil ich es auch nicht immer mithabe und hauptsächlich für Fotos, Videos und Navi verwende. Sonst bleibt es einfach in der Tasche oder in einer Ecke. :)
    Ich denke, das Beste ist dann einfach die richtige Mischung für sich zu finden. Selbst mein old school Handy ist oft auf lautlos oder im Urlaub manchmal ganz ausgeschalten. Diese Auszeiten werden immer wichtiger find ich und wir müssen nicht immer erreichbar sein.
    Alles Liebe,
    Susi