Wie du deine negativen Verhaltensmuster in positive umwandelst

Bild: mentalLOVE Blog negative Verhaltensmuster transformieren

Kennst du das, wenn du dich dabei ertappst immer wieder in das gleiche Verhaltensmuster zu fallen? Du reagierst quasi schon wie automatisch auf eine Situation und würdest das gerne ändern? Die gute Nachricht ist: ich erzähl dir gleich wie. :)

 

Also nimm dir gleich Stift und Papier und los geht's! Du brauchst ca. 15min dafür.

Wie du deine negativen Verhaltensmuster in positive umwandelst

Ich beschäftige mich sehr viel mit meinen eigenen Glaubenssätzen und Verhaltensmuster. Und ein Satz ist dabei ganz schön hartnäckig:

Ich muss hart arbeiten (um Geld zu verdienen).

Ich denke, dass der in unserer Leistungsgesellschaft auch weit verbreitet ist. Wenn ich an meine vielen verschiedenen Jobs und auch an mein Studium denke, hab ich immer viel und auch gerne gearbeitet. Was mir aber nicht bewusst war - dieser Glaubenssatz hat einen Bruder:

Ich darf keine / wenig Pause machen.

Das Arbeitstier in mir scheint also so groß zu sein, dass es mich immer weiter anspornt. Nun denn, wir wissen alle, dass es auf jeden Fall eine gute Idee ist, genügend Pausen zu machen. Wenn allerdings 2 so starke Glaubenssätze dein Unterbewusstsein im Griff haben, ist das manchmal gar nicht so einfach.

 

Ich erzähl dir jetzt einen Schritt-für-Schritt - Plan, wie du deine eigenen negativen Verhaltensmuster aufdecken und transformieren kannst:

 

1. deine negativen Emotionen ermitteln

Welches Verhaltensmuster würdest du gerne ändern? Vielleicht helfen dir diese Sätze dabei:

  • immer wenn mein Vater ... zu mir sagt, macht mich das wütend
  • immer wenn meine Mutter ... zu mir sagt, fühle ich mich frustriert
  • immer wenn ich ...., werde ich wütend
  • immer wenn xy .... macht, bin ich enttäuscht
  • immer wenn mich jemand versetzt, fühle ich mich ...
  • immer wenn ich ein mühsames Date habe, fühle ich mich ...
  • immer wenn mich jemand verlässt, fühle ich mich ...

Denk an das letzte Mal, an dem dir das passiert ist. Und jetzt überlege dir 5 negative Emotionen dazu:

 

-> Ärger, Trauer, Enttäuschung, Frustration, Hilflosigkeit, Eifersucht,...

 

2. deine Erlebnisse, in denen du genau diese Emotionen hattest

Denk jetzt an all die Erlebnisse, in denen genau dieses Verhaltensmuster aufgetreten ist und in denen du dich so gefühlt hast. Das kann heute oder gestern, am Wochenende, vor ein paar Wochen oder vielleicht schon länger her sein.

 

Stell dir eine Zeitlinie vor, die von der Vergangenheit bis in die Gegenwart reicht und geh immer weiter zurück. Sieh die ganzen unterschiedlichen Situationen vor dir, in denen du das gleiche Verhaltensmuster hattest und in denen du dich immer wieder gleich oder sehr ähnlich gefühlt hast.

  • Welche Personen waren anwesend?
  • Wie genau hast du dich verhalten?
  • Wo bist du gerade gewesen?
  • Wie hast du dich gefühlt?
  • Was hättest du dir gewünscht?

3. dein KERNerlebnis aus der Kindheit

Viele unserer Verhaltensmuster entstehen in der Kindheit - andere enstehen durch unsere Erlebnisse. Wir lernen sie von unseren Eltern, Großeltern, Erziehern, von anderen Kindern oder einfach nur durch ein einschneidendes Erlebnis. Dieses Erlebnis kann etwas ganz Banales sein, wie dir hat jemand dein Eis weggenommen.

 

Ich erzähle dir jetzt anhand von meinem Beispiel, welches Kindheitserlebnis das bei mir war:

 

Als kleines Kind bin ich allein in unser Schwimmbad gefallen und konnte noch nicht schwimmen. Das Schwimmbad war nicht sonderlich groß und ich begann wie wild zu strampeln, um wieder ans Ufer zu gelangen.

 

Es ist also kein Wunder, dass dadurch die beiden Überzeugungen entstanden sind "ich muss hart arbeiten" und "ich darf keine Pause machen". In dieser Situation war das einfach lebensnotwendig.

 

Die gute Nachricht: du kannst das entstandene Muster umwandeln.

 

4. ermittle den negativen Glaubenssatz dahinter

Jetzt wo du dein Kernerlebnis aus der Kindheit weißt, kannst du den Glaubenssatz dahinter ermitteln. Du bist unterbewusst davon überzeugt, dass er für dich stimmt. Einen Glaubenssatz erkennst du an einem "ich glaube, dass..., "muss", "immer", "wenn ich...dann..." und einer Verallgemeinerung.

  • (Ich glaube), ich bin nicht gut genug.
  • Ich bin es nicht wert, einen tollen Partner zu haben.
  • Ich muss mich immer beweisen.
  • Ich hab es nicht verdient, glücklich verliebt zu sein.
  • Andere sind besser als ich.

5. nimm dein inneres Kind in den Arm

Stell dir vor, dass du als Erwachsener dir selbst als Kind zur Seite stehst und ihm hilfst. Stell dir vor, dass du es in den Arm nimmst und drückst.

 

Du kannst ein geistiges Video vor dir ablaufen lassen und das Erlebnis positiv verändern. Du kannst es vor- und zurückspulen und noch besser und positiver erstrahlen lassen. Verändere es so, wie du es dir damals gewünscht hättest.

 

6. verändere deinen negativen Glaubenssatz positiv

Wie würde dein limitierender Glaubenssatz wie z.B. "ich bin nicht gut genug" für dich positiv lauten? Er sollte für dich stimmig sein und schöne Gefühle hervorrufen. :)

 

Schreib ihn dir auf und kleb ihn dorthin, wo du ihn öfter siehst. Das kann zum Beispiel dein Spiegel oder dein Kühlschrank sein. Und jedes Mal, wenn du vor dem Spiegel stehst, liest du ihn bewusst durch.

Ich hab es verdient glücklich verliebt zu sein.
Ich hab es verdient, Pausen zu machen und diese zu genießen.

7. ermittle die positiven Gefühle & Erlebnisse

Wenn du jetzt schon zu 100% davon überzeugt bist, dass dieser positive Glaubenssatz für dich stimmt:

 

  • Wie würdest du dich fühlen? Welche Gefühle kommen hoch?

-> Freude, Glück, Enthusiasmus, Liebe, Leichtigkeit,...

 

Und jetzt denk an 4 Situationen in deinem Leben, in denen es dir so großartig gegangen ist.

  • Welche 4 positiven Emotionen spielen in diesen Situationen eine große Rolle?
  • Wer war in diesen Situationen noch anwesend?
  • Gibt es bestimmte Abläufe, die sich wiederholen?

8. erkenne deine Lernerfahrung

Wenn du jetzt mit all diesen Erkenntnissen zurückblickst

  • Welche Lernerfahrung hast du durch dein Kernerlebnis in der Kindheit gemacht?
  • Was kannst du für dich mitnehmen?
  • Welche Fähigkeiten hast du dadurch entwickelt?
  • Wie hast du dich persönlich weiterentwickelt?

Ich wünsch dir ganz viel Spaß mit dieser Übung. Und wenn du sie noch nicht gemacht hast: Stift + Papier nehmen und los geht's. ;)

In diesem Video erzähl ich dir nochmal alle Schritte:

Jetzt verrate mir: Wie lautet dein neuer, positiver Glaubenssatz? ;)

 

finde deine wahre Liebe! ;)

 

deine

Susi

 


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Kommentare: 2
  • #1

    Ulli (Mittwoch, 08 März 2017 08:37)

    Großartiger Artikel, Susi! Danke für die Übung! Hab ich gleich ausprobiert. Sehr interessant, was da für Kindheitserinnerungen zu Tage kommen. Ich liebe deine Artikel. :)
    Ich wünsch dir einen wunderbaren Tag.
    LG,
    Ulli

  • #2

    Susi (Mittwoch, 08 März 2017 08:38)

    Sehr gerne, liebe Ulli. :) Das freut mich, dass dir die Übung geholfen hat!
    Alles Liebe,
    Susi