Der 1 Fehler, der deine Beziehungen zerstört

Bild: mentalLOVE - Blog - der 1 Fehler, der deine Beziehungen zerstört

Hier geht es nicht nur um deine Liebesbeziehungen, es geht auch um die Beziehungen zu deiner Familie, deinen Freunden, deinen Kollegen,…etc. Dieser 1 Fehler kann dir das Leben schwer machen und es machen ihn vor allem Frauen – aber auch Männer...

Stellen wir uns folgende Situation vor:

 

Eine 35-jährige, hübsche Frau hat Geburtstag und sagt ein paar Tage zuvor zu ihrem Freund: „nein, du brauchst mir keine Blumen zu schenken…“.

 

Sie sind erst ein paar Monate zusammen und er kennt noch nicht den WAHREN Kern hinter dieser Aussage. Was sie wirklich meint, ist: „insgeheim hoffe ich natürlich, dass du mir trotzdem Blumen schenkst, weil du mir zeigen möchtest, wie wichtig ich dir bin…“

 

Soweit, so gut. Ihr Geburtstag rückt näher und ihr Liebster hat wirklich keine Blumen besorgt. Er hat auch sonst kein Geschenk besorgt, weil sie gesagt hat, das sei ihr nicht wichtig. Ihre Reaktion: sie ist total enttäuscht. Sie wirft ihm vor, das hätte er doch wissen können…sie hätte sich so sehr Blumen oder ein anderes Geschenk gewünscht…es ist schließlich ihr Geburtstag! Die beiden beginnen zu streiten. Er kennt sich nicht aus – mal ehrlich, woher auch. Ihre Erwartungen wurden nicht erfüllt.

 

Sie fragt sich

Bin ich dir nicht wichtig genug…?!

Jetzt frage ich euch: WIE soll ein Mann soetwas verstehen…? Wie soll das überhaupt irgendjemand verstehen?

 

Der 1 Fehler...

Der Fehler Nummer 1, der Beziehungen gefährden und sogar zerstören kann, ist meiner Meinung nach:

 

NICHT sagen, was man WIRKLICH will, aber trotzdem etwas Bestimmtes erwarten

 

Und dieses Phänomen beherrschen vor allem Frauen – tut mir Leid, Ladies, aber das ist einfach so.

 

Es gab Situationen in meinen früheren Beziehungen, bei denen ich das genauso gemacht hab. Ich hab nicht kommuniziert, was ich mir erwarte, was mich wirklich stört, was mir wehtut…und dann kam die große Bombe, bei der alles hochging. Ich bin einfach geplatzt. Kein Wunder, wenn man ständig zurückhält, was man sich wirklich wünscht und alles in sich hineinfrisst anstatt einfach zu sagen, was man sich erwartet – muss der angestaute Frust schließlich raus…bei mir ist das zumindest so.

 

Was ich daraus gelernt habe?

Ich kommuniziere in meiner Beziehung, was ich mir wünsche, denn das ist der einfache und direkte Weg. Das gleiche Prinzip wende ich auch bei meiner Familie, meinen Freunden, meinen Kollegen an.

 

Ich erwarte von niemandem, dass er meine Gedanken lesen kann. 

 

Wenn mir jemand vorwirft, ich hätte dies und jenes nicht getan – es aber nicht kommuniziert hat, finde ich das mühsam. Wenn jemand auf mich sauer ist, weil ich dies und jenes nicht mache, er es aber erwartet…kann ich nichts machen, wenn ich es nicht weiß.

 

Bei meinem Architekturstudium gab es 1x die Woche ein Treffen mit unseren Betreuern, bei denen die Entwürfe besprochen wurden. Jeder hat einzeln oder in der Gruppe sein Projekt und die Fortschritte präsentiert und die Betreuer gaben uns Feedback dazu. Einige dieser Betreuer waren da stark indirekt und haben angefangen mit „naja…da könnte man schon xy anders machen…aber…“. Nach so einem Feedback war ich genauso gscheidt wie vorher, es hat mir nicht weitergeholfen. Ich war richtig froh, wenn wir Betreuer hatten, die einfach DIREKT gesagt haben, was sie am Entwurf gut finden und was schlecht. Damit konnte ich wesentlich mehr anfangen und kannte mich auch aus, was verlangt war.

 

Der 1 Fehler...verpackt und getarnt

Was ich selbst und bei anderen in der Beziehung schon erlebt habe, ist folgender Fehler:

 

dem anderen etwas Gutes tun - aber EIGENTLICH eine Gegenleistung erwarten

 

Dabei wird wieder nicht kommuziert, dass man sich in Wirklichkeit eine Gegenleistung erwartet. Das habe ich von einem sehr netten Bayern gelernt (vielen Dank an dieser Stelle! :) ) und es stimmt wirklich: sich so zu verhalten macht für die Beziehung keinen Sinn. 

 

Das Ganze möchte ich noch einmal in einer kleinen Geschichte erzählen:

 

Eine 40-Jährige Frau, die schon seit Jahren mit ihrem Mann glücklich verheiratet ist, ist den ganzen Samstag damit beschäftigt, die Wohnung auf Vordermann zu bringen und kocht am Abend ein aufwendiges 3-Gänge-Menü für ihren Schatz. Er hat den ganzen Tag etwas zu erledigen und kommt am Abend etwas erschöpft nach Hause. Sie kocht total gerne und liebt es, ihn zu verwöhnen. Insgeheim hofft sie aber, dass er ihr als Dankeschön das nette Armband, das sie 1 Woche zuvor im Schaufenster gesehen haben, mitbringt. Sie hat zwar nur eine Andeutung gemacht, dass ihr das Armband gefällt, aber das hat er sicher verstanden. Der Tisch ist gedeckt, die beiden nehmen Platz und das Essen schmeckt köstlich. Nach dem Dessert stellt sie enttäuscht fest, dass es kein Armband gibt und dass er auch sonst nichts geplant oder mitgebracht hat für sie. Sie wirft ihm vor, dass sie stundenlang in der Küche gestanden hat...

 

Was ich damit sagen will?

 

Wenn du deinen Partner liebst und ihm etwas Gutes tust, verlange keine Gegenleistung. Liebe und verwöhne ihn aus dem Grund, weil du ihn liebst - nicht, weil es dir um das Auge-um-Auge-Prinzip geht. Und wenn du doch eine Gegenleistung erwartest oder sie dir wünschst: sprich es aus. ;)

 

Die Geschichten sind übrigens frei erfunden...:)

 

Jetzt verrate mir: Wann hast du diesen Fehler schon mal gemacht? ;)

 

finde deine wahre Liebe! ;)

 

deine

Susi

 


Hier geht's zum kostenlosen Mini-Kurs in 10 Tagen zu deinem Date



Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Johannes (Montag, 23 Mai 2016 12:46)

    Hallo Susi,
    genau so ist es. (Falsche) Erwartungshaltungen sind etwas ganz furchtbares. Bei Geschenken fällt es mir immer am meisten auf. "Nein Du brauchst mir nichts schenken" - aber eigentlich weiß man, dass man doch was schenken "muss". Zum Glück habe ich sowas nur in meinem Familien- und Freundeskreis, in einer Bezeihung wären diese (unausgesprochenen) Erwartungshaltungen für mich nicht tragbar.