Wie sich meine Einstellung zu Frauen über die Jahre geändert hat

ein Gastartikel von Matthias

Bild: mentalLOVE Gastartikel Einstellung zu Frauen

Vor einigen Jahren noch schien ich ein hoffnungsloser Fall im Bereich Frauen zu sein. Zur damaligen Zeit haben mich einige Einstellungen und Glaubenssätze massiv zurückgehalten. Durch viel Selbstreflexion konnte ich viele dieser Einstellungen (teilweise retrospekt) ausfindig machen. Einige dieser Einsichten will ich in diesem Artikel mit euch teilen.

 

Kurz zu meiner Person:

Mein Name ist Matthias, aktuell bin ich 24 und studiere Physik. Das Thema Frauen verfolgte mich relativ lange. Mit 15 begann ich wie bei uns im Ort üblich regelmäßig auszugehen. Ich war zu diesem Zeitpunkt nicht übermäßig zufrieden mit meinem Aussehen – durch regelmäßige Diäten schwankte mein Gewicht sehr stark.

 

Trotzdem war ich zu Beginn noch sehr offen gegenüber Frauen eingestellt. Ich hatte noch nie eine Frau geküsst, war aber nicht zu nervös einfach in einer Bar Frauen anzusprechen und zu tratschen – auch ohne bereits viel getrunken zu haben.

 

Ein Erlebnis, das mich später mental blockiert hat

Ein bestimmter Abend hat das jedoch drastisch geändert. Ich kann nicht mehr genau sagen, wie oft ich schon fortgegangen bin, ich bin mir jedoch sehr sicher, dass es sehr früh passiert ist. Mehrere Schulfreunde und ich waren in unserer Stammbar unterwegs. Irgendwann hab ich mich dann von der Gruppe getrennt und mir gedacht ich rede mit ein paar Frauen.

 

Daraufhin bin ich zur Bar und hab mehr oder minder drauf los wahrscheinlich 5 hübsche Mädels angeredet und mit ihnen getratscht. Ich war leicht angeheitert und hatte keine Ahnung, was ich reden sollte. Aber ich dachte mir, Übung macht den Meister und redete munter drauf los. Erfolg hatte ich keinen, aber das störte mich auch nicht.

 

Als ich dann zurück zu meinen Leuten ging, prusteten sie alle los vor Lachen. Ich könne doch nicht einfach jede Frau an der Bar anreden. Hahahaha. Ich verstand nicht warum, sagte auch etwas vonwegen „Warum nicht?“. Doch sie alle lachten nur noch lauter. Ich versank dabei praktisch im Boden und zog mich den restlichen Abend zurück. Was mir erst Jahre später aufgefallen ist, war, dass dieser Abend das letzte Mal war, an dem ich so offen und ohne Alkohol auf Frauen zugehen konnte.

 

Ich wollte noch immer Frauen kennenlernen, doch die Angst war auf einmal groß. Alkohol half mir dabei, das zu überwinden – etwas angeheitert hatte ich weniger Hemmungen. Und wie erfolgreich man bei Frauen ist, wenn man sie beschwipst anspricht, wissen wahrscheinlich die meisten. Je öfter ich dann zurückgewiesen wurde, desto mehr stieg meine Angst davor. Und ich konnte an jedem Abend nicht viele Mädels anreden – darf man ja nicht.

 

Dass dieser Gedankengang komplett falsch und kontraproduktiv ist, wurde mir erst Jahre später klar. Meine Freunde hatten mir eine Einstellung eingeredet, die einzig und allein aus ihrer eigenen Angst vor dem Thema heraus kam. Vermutlich war (bewusst oder unterbewusst) auch etwas Neid dabei, dass ich zu Beginn so offen und problemlos Mädls ansprechen konnte und sie nicht. Aber das half mir nicht, weil ich es damals nicht so sah – ich dachte mir ein Gläschen hier, ein Gläschen da hilft mir, offen zu sein und fortgehen ist gut, um Frauen kennenzulernen.

 

Weiters war bei meinen (Single-)Freunden praktisch niemand dabei, der im Bereich Frauen wirklich erfolgreich war. Dadurch entwickelte sich relativ schnell die Einstellung, dass Frauen nur Idioten wollen – genau das sieht man ja mehr oder weniger beim Fortgehen. Und wenn man sich das oft genug einredet, muss man auch nicht mehr darüber nachgedenken, was man selbst anders machen könnte, oder sollte, weil es sind ja die anderen (Frauen) schuld.

 

Das setzte sich über Jahre hinweg fort. Ich wusste irgendwo auch, dass der Alkohol mir nicht half, trotzdem war das Schema immer dasselbe. In dieser ganzen Zeit hatte ich genau ein einziges Mal ein Mädl geküsst. An dem Abend wusste ich, dass ich am nächsten Tag meine Zahnspange bekommen würde – unmöglich für das nächste Jahr eine Chance bei Frauen zu haben, also passierte es irgendwie doch.

 

Den ersten Anstoß, dass ich etwas an mir selbst ändern musste, bekam ich von meiner Schwester Susi als ich bereits 20 (!) war. Sie beschäftigte sich damals wie heute mit Flirttraining und dadurch redeten wir auch viel über das Thema. Sie zeigte mir einige Grund-Techniken zu Körpersprache. Ich hatte genau zu diesem Zeitpunkt auch endlich eine Methode gefunden, mein Gewicht dauerhaft zu reduzieren (Intermittierendes Fasten) und war zum ersten Mal seit Jahren zufrieden mit meinem Aussehen.

 

Kurz darauf hatte ich eines meiner ersten Dates – das erste Mal, dass ich meine neuen Körpersprache-„Werkzeuge“ ausprobieren konnte. Es ging dabei um eine natürliche, offene Haltung und gleichzeitige Einschätzung der anderen Person nach ähnlichen Dingen. Ich war jedoch so zurückhaltend und ängstlich dabei, dass auch obwohl ich ihr (retrospekt) sehr gut gefallen habe, nichts passiert ist.

 

Die Geschichte gab mir jedoch den Anstoß diese Ideen weiter zu verfolgen und in mein tägliches Leben einzubauen. Ich begann auch langsam zu realisieren, dass ich einige meiner Einstellungen im Bereich Frauen vollkommen überdenken musste, um erfolgreich zu sein. Etwa ein halbes Jahr später passierte mein erster Erfolg: mein erster Aufriss. Nach geschlagenen 5 Minuten nach Kennenlernen in einem Club, küsste ich sie.

 

Alles, was ich danach tat, war flirt-technisch sowie männlich nur falsch und unsexy, aber diese ersten 5 Minuten waren perfekt. Mehr passiert ist nicht – aber gelernt hatte ich einiges. An diesem Abend hatte ich 1) nicht viel getrunken und 2) war einfach nur gut drauf. Sie hat mir gefallen, ich hab ihr das gezeigt und ich gefiel ihr auch. Zu dem Zeitpunkt hab ich geglaubt, dass das Thema damit erledigt sei, ich weiß ja jetzt „wie’s geht“ und Sex sei damit nur eine Frage der Zeit.

 

Nope. Nichts. Über das nächste Jahr hinweg, war ich zwar um Längen und Längen (und Längen) aktiver als die Jahre zuvor, dennoch war es scheinbar sinnlos. Circa ein Jahr darauf war ich am Boden zerstört. Ein Mädl hatte mir (wieder einmal) ein Date abgesagt. Ich war 22, hatte in meinem Leben 2 Frauen geküsst und noch nicht einmal Sex gehabt. Susi und zwei gute Freunde haben mich damals separat voneinander wieder aufgebaut und mir Mut gemacht, dass es sich ändern wird.

 

Als ich wieder auf die Beine kam, dachte ich mir, ich denke jetzt einfach nicht mehr konstant über das Thema nach. Ich wollte aktiv sein, aber gleichzeitig nahm ich mir irgendwie den Erfolgsdruck. Ich ging lockerer mit mir selbst um. Vielleicht war es das, vielleicht war es einfach Zufall, aber einige Wochen später, hatte ich das erste Mal eine Freundin. Wir haben uns in einem Club kennengelernt und sie ist mit zu mir nach Hause. Nicht sehr romantisch aber so war es eben.

 

Es hielt nicht lange – ca. 1 Monat. Aber mein Selbstbewusstsein explodierte förmlich. Ein sehr guter Freund von mir sagte mir einmal, dass es seit er mich kennt 2 Punkte gegeben hat an denen sich meine Persönlichkeit schlagartig geändert hat. Der Erste war, als ich mein Gewicht reduzieren und halten konnte, der Zweite meine erste Freundin. Als es mit ihr vorbei war, war ich am Boden zerstört – 3 Wochen später jedoch war das wieder vorbei und ich hatte wieder Erfolg bei einem Aufriss, beim ersten Versuch. Etwas Grundlegendes hatte sich geändert.

 

Die Sorge war weg. Die Angst davor. War ich gut? Nein, sicherlich nicht immer. Aber manchmal dafür außerordentlich. Was die richtige Einstellung zu Frauen ändern kann, ist fast magisch. Freilich hatte ich noch Probleme – Aufriss und Freundin sind sehr verschiedene Dinge. Aber mit solchen Problemen kann man umgehen, davor hätte ich mir solche Probleme gewünscht.

 

Bild: mentalLOVE Blog innere Einstellung zum Dating

Ich möchte noch abschließen mit einigen der wichtigsten Erkenntnisse die ich zu dieser Zeit gemacht habe:

 

Selbstbewusstsein

Es ist ja der Standardsatz, man muss „nur“ selbstbewusst sein. Was die meisten darunter verstehen ist jedoch etwas anderes, nämlich Selbstsicherheit! Es hat bei mir lange gedauert, bis ich es sehen konnte aber es heißt absichtlich SelbstBEWUSSTSEIN, man muss wissen, wer und was man ist, man muss sich nicht zu 100% sicher sein bei allem, man soll sich nur bewusst sein, was man ist, was man kann und wo man sich sicher ist und wo nicht (!). Selbstsicherheit ist sicherlich wichtig, aber aus genug Selbstbewusstsein folgt (Selbst-) Reflexion und Selbstsicherheit ganz von selbst.

 

"Frauen mögen nur Idioten"

Blödsinn, manche Frauen mögen nur Idioten – ist so, aber die sind meistens selbst nicht ganz richtig im Kopf, wenn man mich fragt. Selbstbewusste, charmante, wunderschöne, intelligente Frauen mögen keine Idioten – dafür halte ich meine Hand ins Feuer. Daher jedes Mal, wenn ich beim Fortgehen einen Skinhead mit einem wunderschönen Mädl seh, denk ich mir genau das: Irgendwas ist falsch mit ihr, die will ich sowieso nicht. Gibt genug andere und die sind auch besser.

 

Selbstbild

Man muss sich selbst gefallen, um anderen zu gefallen. Das ist ganz einfach so. Wie kann man von jemandem erwarten einen sexy zu finden, wenn man das selbst nicht glaubt? Und dabei ist es egal, wie man aussieht, man muss es nur selbst ok finden. Kleinigkeiten sind hier egal, aber wenn man sich im Spiegel sieht, oder auf die Waage stellt und sich immer nur Vorwürfe macht, sollte man vermutlich etwas ändern.

 

aktiv sein

Als Mann muss man MACHEN. Das ist einfach so, der Großteil der Frauen tut das nicht und das muss man(N) akzeptieren. Man muss Eier in der Hose haben und Frauen anreden. Da gibts kein Rundherum. Und das Wichtigste dabei: nicht aufs Fortgehen beschränken. Das ist 1% der Zeit. Sportkurse, Uni, egal wo. Überall gibt's hübsche Frauen, überall Möglichkeiten zu Tratschen und sich kennenzulernen.

 

Grundeinstellung

 Jede Frau hätte es gut mit mir.

Punkt. Sie hat mir zu zeigen, dass sie mich verdient hat, nicht umgekehrt. Sie muss MIR beweisen, wie toll sie ist.

 

Noch kurz zu meiner jetzigen Situation:

Ich habe seit bald einem Jahr eine Freundin. Sie ist wunderschön, intelligent und unheimlich liebevoll und ich könnte nicht glücklicher sein. Ich hoffe, ich konnte mit diesem Artikel jemandem Hoffnung machen. Ich muss mir immer wieder vor Augen halten, dass ich vor nur 2 Jahren immer wieder am Boden zerstört war und geglaubt habe, das ändert sich nie.

 

Viel Erfolg :)

 

Matthias

 

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